Faceliftings

Dark Themes sind ja derzeit angeblich eines der meistnachgefragten Features in Software und Apps und gar nicht selten episch breitgetretener Gegenstand bahnbrechender Release- Announcements – warum auch immer. Sehnt sich der eine oder andere alte EDV-Hase womöglich nach einer Rückkehr von 24 mal 40 pixeligen Buchstaben in grün auf schwarz? Retro hin oder her – das dürfte wohl kaum der Grund sein, auch wenn die damalige Übersichtlichkeit (wirklich?) einen in der postfaktischen Verklärung schon etwas nostalgisch stimmen könnte. Gehts um ein wenig Matrix-Flair auf dem Handy? Oder manifestieren sich an dieser Stelle düstere Aussichten angesichts der Security im Cyberspace und der digitalen Transformation unserer Gesellschaft? Schlägt hier gar ein allgemeiner Weltschmerz in depressive Verstimmung um? Honi soit qui mal y pense ... mea culpa.

Der neue, „dunkle“ Titel(-kopf) der <kes> ist jedenfalls erst unsere zweite modische Anpassung in diesem Jahrtausend, die erste nach dem Redesign von 2003. Und bei uns ist der Hintergrund des neuen Hintergrunds auch ganz einfach zu erklären: Unsere (nicht mehr ganz so) neue Heimat Datakontext hat sich ein neues Corporate Design verpasst – da mochten wir uns, logo!, nicht hinter alten Weißheiten verstecken, sondern haben die Gelegenheit gern genutzt, um ein kleines Facelifting zu betreiben.

Und wo wir grade bei Gesichtern sind: Auch der Chefredakteur der <kes> sieht nach über hundert Ausgaben und diversen Jahren im Dienste dieser Zeitschrift nicht mehr ganz so aus wie „damals“, als das vormalige Foto für die Seite 3 aufgenommen wurde. Mit dem neuen Bild komme ich nach Jahren der Prokrastination nun endlich den Bitten (und noch mehr wohlgemeinten Lästereien!) vieler lieber Kolleg:inn:en nach, doch endlich mal eine aktuellere Ablichtung meiner Wenigkeit herauszurücken. Zeitgeistgemäß wurde hierfür ein Selfie gewählt. Und ja, zugegeben, das hat auch bereits eine minimale Patina und sein Hintergrund ist zwischenzeitlich schon Geschichte – so viel CeBIT-Gedenken und Lokalkolorit möge man dem hannöverschen Heimarbeiter bitte nachsehen. Zur Interpretation des möglicherweise als skeptisch einzuschätzenden Blicks verweise ich auf den ersten Absatz dieses Textes ...

Abschließend zwei Entwarnungen: Im Innenteil der <kes> bleibt natürlich schwarz auf weiß zu lesen, was CISO & Co. wissen sollten – und ab jetzt drehen sich unsere Inhalte auch wieder um die Informations-Sicherheit und nicht um uns selbst oder die Frage, ob blau auf weiß besser wäre als weiß auf blau. Versprochen!