26. Jul. 2019

Studie: Kosten für Datenpannen gestiegen


Laut einer von IBM Security veröffentlichten „Cost of a Data Breach“-Studie sind die Kosten von Datenpannen für Unternehmen weltweit innerhalb der letzten fünf Jahre (beruhend auf dem Vergleich der Durchschnittskosten von 2014 bis 2019) um zwölf Prozent auf durchschnittlich 3,92 Millionen US-Dollar gestiegen. In Deutschland liegen die Kosten laut der aktuellen Studie höher: Für eine Panne belaufen sie sich demnach auf durchschnittlich 4,25 Millionen Euro (+ 9,76 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Für die Studie wurden weltweit 500 Unternehmen befragt, in Deutschland haben sich 36 Firmen beteiligt. Die untersuchten Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern verloren im globalen Durchschnitt demnach durchschnittlich über 2,5 Millionen US-Dollar. IBM Security: „Das fällt besonders ins Gewicht, da die meisten Unternehmen dieser Größe einen Jahresumsatz von etwa 50 Millionen US-Dollar oder weniger haben.“

Weitere Ergebnisse für Deutschland:

  • Datenpannen kosten in Deutschland im Schnitt 172 Euro pro verlorenem oder gestohlenem Datensatz (+9,1 Prozent gegenüber Vorjahr).
  • Das Finanzwesen verzeichnet hierzulande mit 301 Euro pro kompromittiertem Datensatz die höchsten von Datenpannen verursachten Kosten – gefolgt vom Dienstleistungsgewerbe (230 Euro) und der Industrie (229 Euro).
  • 56 Prozent der Datenpannen waren Folge böswilliger oder krimineller Angriffe (Kosten von ca. 194 Euro pro Datensatz).
  • Ein Viertel der Datenpannen wurden durch technische Systemfehler verursacht (Kosten von 140 Euro pro Datensatz).
  • 19 Prozent der Datenpannen sind auf menschliches Versagen zurückzuführen (Kosten von 148 Euro pro Datensatz). 

Weitere Informationen und Download „Cost of a Data Breach“ unter diesem Link https://newsroom.ibm.com/2019-07-23-IBM-Study-Shows-Data-Breach-Costs-on-the-Rise-Financial-Impact-Felt-for-Years