08. Apr. 2019

Studie: Risiken für Produktionsumgebungen


Trend Micro veröffentlicht den neuen Bericht Securing Smart Factories: Threats to Manufacturing Environments in the Era of Industry 4.0. Er beschreibe die Sicherheitsherausforderungen in einer neuen Ära der Produktion, die durch das IoT und zunehmende Vernetzung vorangetrieben werde. Die Forschungsergebnisse zeigen, so das Unternehmen, die Bedrohungen, denen Produktionsnetzwerke ausgesetzt sind, die mit veralteter Technologie arbeiten. Dazu gehörten Risiken für geistiges Eigentum und Produktionsprozesse.

„Bisher abgeschottete Produktionsnetzwerke werden mit dem IT-Netzwerk verbunden, um die Effizienz zu steigern. Allerdings werden dadurch unsicherere proprietäre Protokolle und potenziell jahrzehntealte OT-Geräte, die aufgrund ihrer großen Wichtigkeit für den Betriebsablauf oft nicht häufig genug gepatcht werden von außen angreifbar“, warnt der IT-Sicherheitsanbieter. Es bestehe ein großes Ungleichgewicht zwischen den wichtigen Aufgaben, die diese Geräte erfüllen und der Tatsache, dass sie oft jahrelang mit bekannten Schwachstellen weiter betrieben werden. Diese Problematik werde unter anderem an den auf Produktionsanlagen eingesetzten Betriebssystemen deutlich: "Auf über 65 Prozent der von Trend Micro untersuchten Anlagen liefen Betriebssysteme auf dem Stand von Microsoft Windows 7 oder älter“, so der Anbieter.

"Industrie 4.0 bietet einmalige Möglichkeiten, die Produktivität zu steigern, die Prozesseffizienz zu verbessern und On-Demand-Produktion zu realisieren. Jedoch verändert sie auch das Bedrohungs- und Risikomodell für diese Anlagen erheblich", erklärt Udo Schneider, Security Evangelist bei Trend Micro. "Wie dieser Forschungsbericht zeigt, könnte die Zusammenführung von IT und OT unwissentlich schwerwiegende Auswirkungen auf Produktionsabläufe haben und zum Verlust von geistigem Eigentum und Wettbewerbsvorteilen führen.“

Um die Auswirkungen von Bedrohungen für Industrie 4.0 zu minimieren, empfiehlt Trend Micro Anlagenbetreibern, sich an die Grundlagen der Cybersicherheit zu halten. Dazu würden beispielsweise die Einschränkung des Benutzerzugriffs und die Deaktivierung von Verzeichnislisten sowie die Identifizierung und Priorisierung wichtiger zu schützender Systeme gehören.

Download des Forschungsberichts "Securing Smart Factories: Threats to Manufacturing Environments in the Era of Industry 4.0" hier