28. Jun. 2018

Mehr Opfer von Krypto-Miner-Malware


Die Anzahl der Internetnutzer, die von Krypto-Miner-Malware attackiert wurden, stieg innerhalb eines Jahres um fast die Hälfte (44 Prozent) von 1,9 Millionen (1.899.236) auf 2,7 Millionen (2.735.611) an. Auch gab es im selben Zeitraum einen Zuwachs bei Attacken mit mobilen Krypto-Minern um 9,5 Prozent (4.505 auf 4.931). Diese Ergebnisse gehen aus einer Kaspersky-Analyse zur Bedrohungssituation von Ransomware und Krypto-Miner-Malware hervor. Hierfür wurde die Entwicklung der beiden Bedrohungsarten für die Jahreszeiträume April 2016 bis März 2017 und für April 2017 bis März 2018 gegenübergestellt.

„Krypto-Miner scheinen die neue Ransomware zu sein“, so das Cybersicherheitsunternehmen. Nach dessen Angaben gingen Ransomware-Attacken gegen einzelne Nutzer zurück, mit 30 Prozent weniger Angriffen gegen PC- und 22,5 Prozent weniger gegen mobile Nutzer. Das Unternehmen vermutet, dass die Cyberkriminellen derzeit eher auf das Mining von Kryptowährung setzen, indem sie heimlich Mining-Software auf den Nutzergeräte (PCs und mobile Geräte) installieren und „dank der dort verfügbaren Rechen-Power fleißig Bitcoins und Co. schürfen lassen.“

„Die Gründe für die derzeit stattfindenden Veränderungen in der Cyberbedrohungslandschaft liegen auf der Hand“, so Anton Ivanov, Sicherheitsexperte bei Kaspersky Lab. „Ransomware-Attacken bringen zwar Geld, allerdings fallen sie auf und das Risiko erwischt zu werden, ist groß. Krypto-Mining hingegen kann einfacher aktiviert werden und ist stabiler: Cyberkriminelle greifen ihre Opfer direkt an, schürfen heimlich Kryptowährung über die Rechenleistung der Opfer (CPU oder GPU) und erhalten dann echtes Geld durch legalen Umtausch und Transaktionen.“

Weitere Zahlen und Informationen zu Krypto-Minern und Ransomware finden sich im Report unter https://securelist.com/ransomware-and-malicious-crypto-miners-in-2016-2018/86238/