28. Mai. 2018

Umfrage: Unternehmen sehen sich durch Datenschutzregeln behindert


"Von der künstlichen Intelligenz bis zur Individualmedizin: Viele Unternehmen und Organisationen prüfen derzeit, wie sie durch digitale Technologien neue Angebote entwickeln und wettbewerbsfähiger werden können. Beim konkreten Einsatz sehen sie dann viele Hürden - gerade auch durch Datenschutzauflagen. Das sagen fast zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland (63 Prozent). Damit ist der Datenschutz das meistgenannte Hindernis beim Einsatz neuer Technologien“, berichtet Bitkom mit Verweis auf eine repräsentative Befragung unter mehr als 600 Unternehmen im Auftrag des Digitalverbands.

Vor allem der Handel empfinde demnach Datenschutzanforderungen als Hindernis beim Einsatz neuer Technologien. Vier von fünf Handelsunternehmen (80 Prozent) geben dies an. Mit 57 Prozent ist der Datenschutz auch in der Industrie die meistgenannte Hürde, im Dienstleistungssektor sind für mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Unternehmen Datenschutzanforderungen problematisch, wenn neue Technologien zum Einsatz kommen sollen.

"Datenschutzregeln dürfen nicht zum Hemmschuh für sinnvolle und notwendige Innovationen werden", so Bitkom-Präsident Achim Berg. "Neue Technologien wie Künstliche Intelligenz sind künftig die Grundlage unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und unseres gesellschaftlichen Wohlstands. Die Unternehmen müssen auf die Einhaltung hoher Datenschutzstandards verpflichtet werden, aber man darf dabei nicht über das Ziel hinausschießen." Vor diesem Hintergrund müssten auch die Auswirkungen der neuen Datenschutz-Grundverordnung genau beobachtet werden, um von offizieller Seite gegebenenfalls nachzubessern, so der Verband. Berg: "Es gilt, den Schutz von persönlichen Informationen in Einklang zu bringen mit nützlichen, datenbasierten Anwendungen und Diensten."