22. Mär. 2018

Welche Maßnahmen bringen die Datensicherheit voran?


Welche Maßnahmen treiben die Datensicherheit erfolgreich voran? Diese Frage stellte die Nationale Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e.V. (NIFIS) 100 IT- und IT-Sicherheitsexperten und bat um Nennung von bis zu drei Maßnahmen. 95 Prozent der Befragten gaben demnach an, dass ein eigenes Sicherheitsmanagement im Unternehmen dazu führt, sensible Firmendaten am ehesten zu schützen. Außerdem sollte bestehende Anti-Virus-Software aktuell gehalten und regelmäßig getestet werden (93 %). 91 Prozent gehen davon aus, dass Prävention, beispielsweise durch hohe Strafen wie die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sie vorsieht, am meisten Erfolg für die IT-Sicherheit verspricht.

Wirtschaft muss sich selbst schützen

Tatsächlich bräuchte erfolgreicher Datenschutz Eigeninitiative: Die Studie "IT- und Datensicherheit 2017" der NIFIS zeige auch, wie stark sich Unternehmen in der Eigenverantwortung sehen, wenn es um den Schutz des Datenmaterials geht. So gaben 83 Prozent der Befragten an, dass sich die Wirtschaft selbst gegen Cyberangriffe schützen muss. Entsprechend bezeichnen 81 Prozent das Thema IT-Sicherheit als größte Herausforderung der nächsten Jahre. Deutlich fällt auch die Antwort aus, ob der Bürger persönlich Sorge für die IT-Sicherheit tragen sollte. Dieser Meinung sind 78 Prozent der Befragten. Bei der Frage nach der staatlichen Sicherheit herrscht weniger Einigkeit. Mit 43 Prozent sagt weniger als die Hälfte, dass die Gewährleistung der IT-Sicherheit in erster Linie eine staatliche Aufgabe sei. 37 Prozent stimmen dem teilweise zu, jeder Fünfte verneint die Annahme sogar. "Es ist erfreulich, dass Unternehmen verstanden haben, welche große Aufgabe sie erwartet. Der Staat muss jetzt mit verschiedenen Maßnahmen dafür sorgen, dass das Vertrauen der Bürger und Unternehmen im Sektor Datensicherheit wieder zurückzugewonnen wird", so Dr. Thomas Lapp, Vorsitzender der NIFIS.

Vielfältige Sicherheitsmaßnahmen

Eine Möglichkeit für einen erfolgreichen staatlichen Eingriff könnte die konsequente Strafverfolgung bilden. 71 Prozent der Studienteilnehmer sehen sie als relevant für den Schutz sensibler Unternehmensinformationen. 89 Prozent nannten Schulung der Mitarbeiter zu mehr Sensibilität bezüglich Datenmaterial als entscheidend. Ein regelmäßiges Daten-Backup ist für 87 Prozent der Befragten eine erfolgsversprechende Maßnahme für mehr Datensicherheit. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wäre schließlich für 85 Prozent das Mittel zur Wahl zur erfolgreichen Bekämpfung von Cyberkriminalität.