31. Jan. 2018

Bayern eröffnet Landesamt für IT-Sicherheit


Bayern hat als erstes Bundesland ein eigenes Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) eröffnet. Bisher gab es mit dem BSI eine entsprechende Behörde nur auf Bundesebene. „Das LSI wird eng in IT-Sicherheitsallianzen mit dem Bundesamt BSI und anderen Bundesländern eingebunden sein und hier eine sehr aktive Rolle spielen“, erklärte die Behörde. Kommissarisch wird das neue Landesamt vom bisherigen Leiter des Aufbaustabs, Ministerialrat Daniel Kleffel, geleitet. Er führt im Heimatministerium das Referat für IT-Sicherheit und IT-Infrastruktur.

Kernaufgabe des LSI werde, so heißt es, der Schutz und die aktive Gefahrenabwehr für staatliche IT-Systeme, den BayernServer und BayernNetz, sein. „Das LSI ist die Instanz für IT-Sicherheit im öffentlichen Bereich für Staatsverwaltung, Kommunen und öffentliche Unternehmen. Das LSI dient als Cyber-SEK, als Spezialeinsatzkommando bei konkreten IT-Bedrohungen der öffentlichen IT-Infrastruktur. Und es ist Berater für Bürger und Kommunen in Fragen der IT-Sicherheit", teilte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder anlässlich der Eröffnungsveranstaltung des neuen Landesamts in Nürnberg mit. Gleichzeitig werde das LSI mit IT-Forensik und Profiling-Teams neue Bedrohungen analysieren, Gegenmaßnahmen entwickeln und bestehende Sicherheitsmaßnahmen laufend fortentwickeln.

Gegründet wurde das LSI mit Inkrafttreten des Errichtungsgesetzes am 1.12.2017, seit Mitte Januar laufe der Einzug. Den Angaben zufolge wurde das ehemalige Bayern-CERT, das seit über zehn Jahren als Anti-Hacker-Einheit arbeitet, in das LSI integriert, es bilde das Kernteam. Das LSI startet mit rund 30 Mitarbeitern, bis Ende 2020 soll das Personal auf 200 IT-Sicherheitsspezialisten in Nürnberg und in den Außenstellen in Würzburg und Bad Neustadt a.d. Saale wachsen.