02. Mai. 2017

Cyberspionage und Ransomware-Angriffe auf dem Vormarsch


Laut dem aktuellen Data Breach Investigations Report (DBIR) von Verizon sind die verarbeitende Industrie, die öffentliche Hand sowie Bildungseinrichtungen besonders häufig Opfer von Spionage. Dies sei zum großen Teil auf verbreitete kommerzielle Forschung, Prototypenentwicklung und vertrauliche persönliche Daten zurückzuführen, die bei Cyberkriminellen besonders hoch im Kurs stehen. Von nahezu 2000 Datenverletzungen, die für den Bericht analysiert wurden, stünden über 300 im Zusammenhang mit Spionage.

Die bevorzuge Angriffstechnik ist laut Bericht nach wie vor Phishing: Sie kam bei 43 Prozent der Datenverletzungen zum Einsatz und wird sowohl für Cyberspionage als auch bei finanziell motivierten Angriffen benutzt.

Auch haben organisierte kriminelle Gruppierungen den Einsatz von Ransomware ausgeweitet, um Geld von Opfern zu erpressen: Im Bericht ist von einer 50-prozentigen Zunahme gegenüber dem Vorjahr die Rede. Trotz dieser Entwicklung und entsprechender Medienberichte würden sich viele Firmen und Behörden weiter auf veraltete Sicherheitslösungen verlassen und nicht in vorbeugende Maßnahmen investieren. Im Grunde würde eher einer Lösegeldforderung nachgegeben, als in Sicherheits-Dienstleistungen zu investieren, mit denen man die Gefahr von Cyberattacken mindert.

Der „Verizon Data Breach Investigations Report“ nutzt die gesammelten Daten von 65 Partnern rund um den Globus. Der diesjährige Bericht basiert auf der Analyse von 42068 Vorfällen und 1935 Datenverletzungen aus 84 Ländern. Der Bericht kann gegen Registrierung kostenfrei heruntergeladen werden.