25. Jul. 2016

Mitarbeiter auf Dienstreise: Zu viel Vertrauen in die Sicherheit der Geräte


Als Einfallstor für Angriffe gegen Unternehmen nutzen Cyberkriminelle gerne das Fehlverhalten von Mitarbeitern. Um sich und ihren Arbeitgebern nicht zu schaden, sollten sie gerade auf Dienstreisen im Ausland besondere Vorsicht walten lassen, beispielsweise bei der Nutzung öffentlicher, unsicherer WLAN-Netze zur Bearbeitung geschäftlicher E-Mails. Allerdings gehen nach einer Studie von Kaspersky Lab 25,8 Prozent der Mitarbeiter deutscher Unternehmen davon aus, dass dienstliche Geräte vom Arbeitgeber automatisch soweit gesichert seien, dass man sich bei deren Nutzung keinerlei Gedanken mehr über Cybersicherheit machen muss. "Dadurch steigt jedoch die Gefahr, dass sie mit den vom Unternehmen gestellten Geräten leichtsinnig umgehen und ein Sicherheitsrisiko für das gesamte Unternehmensnetzwerk darstellen", sagt Holger Suhl, General Manager DACH bei Kaspersky Lab.

Deutsche Mitarbeiter verspürten einen hohen Druck, möglichst rasch nach der Landung im Ausland wieder geschäftlich online zu sein. 21,6 Prozent geben an, dass dies schlicht und einfach erwartet wird. Und weitere 11,2 Prozent machen sich bereits kurz nach der Landung Gedanken über den Stand ihrer geschäftlichen Projekte und Aufgaben. So ist zu erklären, dass 31 Prozent der deutschen Mitarbeiter mit den vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Geräten bereits wieder online sind, bevor sie überhaupt das Hotel erreicht haben.

Dabei nutzt jedoch nur etwa jeder fünfte Deutsche (19,6 Prozent) im Ausland das Data-Roaming, wenn er mit seinen dienstlichen Geräten eine Internet-Verbindung aufbauen möchte. Der Anteil der Mitarbeiter, die hier auf das nächstbeste freie und öffentliche WLAN-Netz zurückgreifen, liegt dagegen bei 24 Prozent. 21,8 Prozent nutzen freie WLAN-Netze nur, wenn diese Passwort-geschützt sind (Mehrfachnennungen möglich). Generell verwenden 29,4 Prozent der Befragten aus Deutschland im Ausland häufiger öffentliche WLAN als zu Hause.

Die Studie hat das berufliche Online-Verhalten deutscher Nutzer auf Auslandsreisen genauer untersucht. Die Studie wurde von Kaspersky Lab beauftragt und von der Toluna
Group im Jahr 2016 durchgeführt. Hierzu wurden weltweit 11,850 Reisende aus 23 Ländern über ihr Internetnutzungsverhalten mittels persönlichen und beruflichen Geräten im Ausland befragt - darunter auch 500 aus Deutschland. Weitere Ergebnisse können hier abgerufen werden: https://blog.kaspersky.com/kaspersky-lab-international-travel-report/.