15. Nov. 2013

Cloud dominiert Datenverkehr


Cloud-Projekte dominieren immer mehr den Datenverkehr in Rechenzentren – so lauten jedenfalls die Erkenntnisse von Cisco aus seinem jährlichen Global Cloud Index: Bis 2017 werde sich der cloudbezogene Datenverkehr im RZ im Vergleich zu 2012 um das 4,5-fache erhöhen und auf 5,3 Zettabyte pro Jahr steigen. Damit wachse die Cloud schneller als alles andere und ihr Anteil im Rechenzentrum steige von 46 % (2012) auf 69 % (2017).

Der cloudbezogene Datenverkehr nimmt in Westeuropa nicht ganz so stark zu wie im weltweiten Durchschnitt: Von 2012 bis 2017 steige er demzufolge um das 3,4-fache auf 770 Exabyte, was einer jährlichen Wachstumsrate von 28 % entspreche (im Vergleich zu weltweit 35 %). Die so genannten Cloud Data Center Workloads (als Maß für Dienste und Datenanfragen) sollen laut Cisco in Westeuropa von 7,0 auf 20,8 Millionen anwachsen – weltweit von 32,2 auf 118,5 Millionen. Für das kommende Jahr erwartet das Unternehmen, dass mit 51 % erstmals mehr als die Hälfte aller Vorgänge über die Cloud abgewickelt werden.

Die Studie hat darüber hinaus auch die Leistungsfähigkeit der fixen und mobilen Netzwerke in den einzelnen Ländern analysiert, um deren "Cloud-Readiness" festzustellen: Für eine optimale Eignung benötigen Netzwerke laut Cisco mindestens 2500 kbps Download- und 1000 kbps Upload-Geschwindigkeit sowie unter 100 ms Latenzzeit. In Deutschland habe man bei stationären Netzwerken durchschnittlich 16218 kbps Download-, 2594 kbps Upload-Geschwindigkeit und 51 ms Latenzzeit gemessen – mobil bestehe hingegen noch deutlicher Nachholbedarf: auch Business-Netze würden hier mit Durchschnittswerten von 4549 kbps Download-, 1518 kbps Upload-Geschwindigkeit sowie 129 ms Latenzzeit noch deutlich schwächere Werte als in vergleichbaren Ländern aufweisen (z. B. in Dänemark: 16698 / 9758 / 35).

Insgesamt erwartet das Unternehmen in den nächsten Jahren eine Verdreifachung des weltweiten Datenverkehrs in Rechenzentren auf 7,7 Zettabyte. Rund 17 % davon würden von Privatnutzern erzeugt, die Webseiten, Videostreams und soziale Netzwerke sowie mit dem "Internet of Everything" (IoE) verbundene Geräte nutzen. 76 % entfielen auf Datenverschiebungen innerhalb der Rechenzentren für Storage, Produktion und Entwicklung in virtualisierten Umgebungen – und die restlichen 7 % auf den Verkehr zwischen Rechenzentren, etwa für Datenreplikation und Updates.

Mehr Informationen zum Cisco Global Cloud Index sind auf www.cisco.com/go/cloudindex zu finden.