Steganographie

Siehe auch Verschlüsselung (mit weiteren Verweisen)

Historisch: Physisches Verstecken von Nachrichten (Herodot). Aktuell: Modifikation der niedrigsten Bits eines oder mehrerer Bytes insbesondere von Graphik- und Sounddateien. Dadurch wird z.B. bei Graphiken - nicht nennenswert - die Farbe oder die Intensität verändert. Durch die Nutzung nur der jeweils niedrigsten Bits ist die Aufnahmekapazität bei gegebener Dateigröße begrenzt; so lässt sich z.B. in einer Graustufen-Graphikdatei für ein Bild mit 1024 x 1024 Pixel eine 64 Kbyte-Nachricht verstecken. Nicht alle Verfahren sind gegen verlustbehaftete Komprimierung hinreichend widerstandsfähig. Da ein potentieller Angreifer (nur) das Bild - z.B. die Darstellung der Graphikdatei auf einem Bildschirm - sieht, erkennt er nur schwer oder gar nicht, dass weitere Informationen (die Nachricht) in der Datei verborgen sind. Der Empfänger kann die Nachricht mit dem vereinbarten Algorithmus aus der Graphik- oder Sounddatei extrahieren. Sofern gleichwohl das Risiko des Bemerkens als hoch bewertet wird, kann die Nachricht vor dem Verstecken zusätzlich verschlüsselt werden.
(Letzte Änderung: 12.7.98)

(Pohl, Hartmut, Prof. Dr., ISIS – InStitut für InformationsSicherheit, Köln,
Fachbereich Angewandte Informatik - Kommunikationstechnik, FH Rhein-Sieg,
St. Augustin und Summer University Informationssicherheit /Cerny, Dietrich, Köln)