RZ-Konsolidierung

Unter RZ-Konsolidierung versteht man die Zusammenführung von 2 Rechenzentren. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um Mainframe oder Serversysteme handelt.

Es werden 3 Arten, bzw. Stufen unterschieden:

    1. Hardware-Verlagerung
    2. Software Integration
    3. Anwendungsintegration

Bei der Hardwareverlagerung erfolgt ein Umzug in ein gemeinsames Rechenzentrum. Die einzelnen Systeme werden weiterhin separat betrieben. Der Aufwand hierfür ist vergleichsweise gering. Synergien ergeben sich hierbei nur durch eine gemeinsame Nutzung von Rechner, Platten und Robotersystemen durch die "Mandanten".

Bei der Software Integration werden die vorhandenen Betriebssysteme genutzt und die Anwendungen gemeinsam auf den Rechnern und der entsprechenden Peripherie betrieben. Die Anwendungen und die Daten bleiben aber für jeden "Mandanten" getrennt. Der Aufwand dieser Version ist durch die Angleichung der Releasestände höher als bei der ersten Variante. Die Synergien ergeben sich aus einer Reduzierung der Hardware und der Softwarelizenzen.

Bei einer Anwendungsintegration werden den vorhandenen Anwendungen (i.d.R. des aufnehmenden Rechenzentrums) genutzt. Die Daten des abgebenden RZ´s werden in die vorhandenen Daten integriert.

Ein detaillierter Abgleich und eine Anpassung der Daten, verbunden mit einer oftmals aufwändigen Übernahme der Daten erfordern einen hohen Aufwand für die vollständige Integration.

Eine Konsolidierung kann auch stufenweise erfolgen, wobei die obige Reihenfolge durchaus geeignet ist.

Als wichtiger Bestandteil dürfen die durch eine Konsolidierung erwachsenen Anforderungen an die (höhere) Sicherheit nicht außer Acht gelassen werden. Sofern vor der Konsolidierung ein Backup auf Gegenseitigkeit bestand, sind völlig neue Konzepte zu erstellen und zu realisieren.

(Neu aufgenommen am 23.5.2000)

(Glessmann, Günter, ROG GmbH, Hirschhorn )