Rijndael

Siehe auch DES, Triple-DES,  Verschlüsselung (mit weiteren Verweisen).

Im Herbst 2000 hat das US-amerikanische National Institute of Standards and Technology (NIST) den Algorithmus "Rijndael "als designierten Advanced Encryption Standard (AES) ausgewählt. Damit hatte sich in einem dreijährigen Wettbewerb der Algorithmus der beiden Belgier Joan Daemon und Vincent Rijmen durchgesetzt. Entscheidend waren Performance, Effizienz, Flexibilität und die leichte Implementierbarkeit. Rijndael eignet sich wegen seiner geringen Speicherplatzanforderungen zudem besonders gut für den Einsatz in Chipkarten, Handys und PDAs. Rijndael liegt im Quelltext vor und kann weltweit von jedermann lizenzfrei implementiert werden. Die Standard-Schlüssellängen des AES sind wahlweise 128, 192 und 256 Bit. Der AES wird den betagten Data Encryption Standard (DES) ablösen und soll für voraussichtlich die nächsten 20 bis 30 Jahre geheimhaltungsbedürftige Daten sichern. Mit der offiziellen Verabschiedung als Standard wird Mitte 2001 gerechnet.
(Neu aufgenommen am 23.10.2000)

(Luckhardt, Norbert, Chefredakteur KES - Zeitschrift für Kommunikations- und EDV-Sicherheit, Hannover)