Business Continuity

Siehe auch Disaster Recovery, Notfalldokumentation (IT)

Anders als beim "Disaster Recovery" beruht die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs nach dem "Business Continuity"-Prinzip auf einem positiven Ansatz. Ziel ist es, durch geeignete Maßnahmen eine spürbare Geschäftsunterbrechung gar nicht erst eintreten zu lassen.

  • Dazu werden zunächst die Unternehmensrisiken identifiziert - vom Brand oder Maschinenausfall bis zum Konkurs eines Zulieferers. Dabei sind vernetzte Unternehmensstrukturen mit Abhängigkeiten und Interdependenzen zu berücksichtigen.
  • Danach werden die Risiken bewertet, um ein Konzept nach Kosten/Nutzen-Gesichtspunkten ausrichten zu können. Wichtiger als die eher theoretische Eintrittswahrscheinlichkeit ist dafür erfahrungsgemäß eine Kumulierung der Ausfallfolgen über die voraussichtliche Ausfalldauer.
  • Entwicklung geeigneter Maßnahmen, um die Geschäftskontinuität permanent aufrechtzuerhalten und Probleme gar nicht erst entstehen zu lassen (z.B. Fehlertoleranz, redundante Auslegung technischer Komponenten, Fehlervermeidung oder -früherkennung, Bereitschaftsregelungen, aktuelle Dokumentationen).

Business Continuity ist keine Alternative zum -->Disaster Recovery, sondern schließt es ein. Da niemals alle möglichen Risiken vorhergesehen und abgefangen werden können, ist ein Not- und Wiederanlaufkonzept unabdingbar. Letztlich verbleibende Restrisiken können je nach ihrer Schwere entweder in Kauf genommen oder durch eine Versicherung abgedeckt werden.
(Letzte Änderung: 20.7.98)

(Arnold-Neumark, Andrea, Leitung Consulting bei der Guardian iT GmbH, Ismaning )