|
Siehe auch Ethernet, LAN, Netzwerk. Asynchronous Transfer Mode (ATM) ist als Netz der Zukunft konzipiert. Es integriert sowohl den Transport von Computerdaten als auch Sprach- und Videodaten. In einem Gebäude muss somit nur noch ein einziges Netz installiert werden. Ein weiterer Vorteil ist eine einheitliche Schnittstelle nach außen - zum Telekom-Unternehmen. Momentan sind noch nicht alle wesentlichen Teilstandards verabschiedet. Mit der breiten Verfügbarkeit von Gigabit-Ethernet und der Aussicht auf weitere Geschwindigkeitssteigerungen ist ATM mittlerweile im -->LAN unterlegen. Hohe Produktkosten und die Notwendigkeit von teuren Schulungen bei einem Umstieg auf ATM verhindern dessen Erfolg. Zudem gibt es bereits erste Produkte, um Sprache und Daten per -->Ethernet zu vereinen. Im Weitverkehr, WAN (wide area network), ist ATM zwar etabliert, verliert aber zusehends Boden an günstigere Lösungen, wie Gigabit oder IP over SDH. Die wesentlichen Eigenschaften:
Für Lokale Netze kann nicht mehr bedingungslos zu ATM geraten werden. Wer plant, in ein einheitliches zukunftssicheres Datennetz zu investieren, sollte eine neutrale Verkabelungsstruktur installieren und sich auf Anwendungen mit Ethernet (10 Mbit/s bis 1000 Mbit/s) konzentrieren. Als Protokolle, die auf Ethernet aufsetzen, hat sich der TCP/IP-Stack durchgesetzt. Die heutigen ATM-Produkte unterschiedlicher Hersteller funktionieren nicht immer miteinander und voraussichtlich auch nicht mit neuen Versionen von Teilstandards. Momentan sind auch die Verbindungskosten bei der Telekom noch zu teuer. ATM ist ideal für den Einsatz als Netz zwischen Filialen. Eine zentrale Video-Überwachung lässt sich einfach verwirklichen. Gelegentlich wird ATM auch als Abkürzung
für Geldautomaten gebraucht (Automatic Teller Machine). (Wrobel, Christoph P., Dipl.-Ing., Richard Hirschmann GmbH & Co, Neckartenzlingen ) |