Thema der Woche

10. Februar 2009

Kosten von Datenpannen

Der Marktforscher [externer Link] "The Ponemon Institute" hat die Ergebnisse der erstmals für Deutschland durchgeführten "Jahresstudie 2008: Kosten von Datenpannen" veröffentlicht. Demnach kosteten Datenpannen durchschnittlich 2,4 Mio. € – jeder einzelne betroffene Datensatz verursachte Aufwendungen in Höhe von 112 €. Im Auftrag von [externer Link] PGP hatte das Institut hierzu Informationen von 18 deutschen Unternehmen aus zehn unterschiedlichen Branchen ausgewertet, die im letzten Jahr mit einem Vertraulichkeitsverlust konfrontiert waren. Die Spannweite der von der Studie erfassten Pannen reicht von Fällen mit 3750 bis zu 90000 betroffenen Datensätzen.

Mit jeweils rund 36 € pro Datensatz lagen die Kosten in den drei Bereichen "entgangene Umsätze", "Aufdeckung der Vorfälle" sowie "Auswirkungen und Reaktionen" auf einem fast identischen Niveau. Es zeigte sich zudem, dass Datenpannen bei mobilen Geräten kostspieliger sind als Fälle, in denen stationäre Computer betroffen waren: Verlorene oder gestohlene Laptops machten gut ein Viertel der erfassten Fälle aus, wobei die Kosten durchschnittlich 123,63 € pro betroffenem Datensatz gegenüber 106,85 € bei den übrigen Pannen betrugen. Auch wer erstmals mit eine solchen Fauxpas konfrontiert war, hatte überdurchschnittlich hohe Kosten von 125,44 € (pro Datensatz); demgegenüber mussten Unternehmen mit "Erfahrung" lediglich 89,62 € pro Datensatz verbuchen.

Die Zahl der Kunden, die sich von einem Unternehmen abwandten, steigerte sich in der Folge einer Datenpanne gegenüber der normalen Fluktuation im Mittel um 3,2 % – ein Unternehmen, das an der Studie teilnahm, musste sogar eine um 8 % gesteigerte Abwanderungsquote verbuchen.