25. Mai 2005
58 % der deutschen IT-Manager glauben die Sicherheitslage im eigenen Netzwerk hinsichtlich der Nutzung mobiler Geräte vollständig im Griff zu haben, weitere 39 % halten die Sicherheit ihres Netzwerks für angemessen. Gleichzeitig antworteten jedoch 70 %, sie wüssten nicht, ob, welche und wie viele private mobile Geräte sich in ihrem Netzwerk befinden. Diese widersprüchlichen Ergebnisse ergab eine Umfrage von Dynamic Markets im Auftrag von
LANDesk Software. Hierzu wurden im April 2005 je 100 IT-Manager aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland telefonisch befragt.
Anders als die deutschen IT-Manager beurteilen Briten und Franzosen die Lage deutlich kritischer: Sie gaben nur zu 25 beziehungsweise 27 % an, alles unter Kontrolle zu haben. Gleichzeitig sind sie sich der Umfrage zufolge der vielfältigen Gefahren durch den Einsatz mobiler Geräte deutlicher bewusst: LANDesk fasst zusammen, dass sich die deutschen IT-Manager hauptsächlich auf die Bedrohungen durch Malware von außen konzentrieren (64 %) und lediglich dem Diebstahl der kleinen Geräte (20 %) und der Tatsache, dass sie die Nutzung privater Geräte im Netzwerk nicht verhindern können (15 %), größere Aufmerksamkeit zollen.
Demhingegen würden die Kollegen in Großbritannien und Frankreich wesentlich stärker differenzieren: Mit 42 % (Frankreich) beziehungsweise 34 % (UK) ist Malware zwar auch dort das Risiko Nummer Eins. Auf den Plätzen folgt dann aber eine Vielzahl beinahe gleichwertiger Bedrohungen: Für die Franzosen gilt der unkontrollierte Informationsfluss mit 39 % als zweitwichtigstes Problem, gefolgt von dem Unvermögen, die Nutzung privater Devices zu verhindern (34 %), der mangelnden Durchsetzung von Nutzungsregeln für diese Geräte (28 %), ihrer großen Speicherkapazität (26 %) und der Gefahr des Diebstahls (20 %). Die Reihenfolge in Großbritannien: Platz 2 ebenfalls unkontrollierter Informationsfluss (32 %), danach folgen Gefahr durch Diebstahl (31 %), hohe Speicherkapazität (27 %), Nutzungsverhinderung (21 %) und Durchsetzung von Nutzungsregeln (13 %).
Uneins sind sich die IT-Manager in Europa zudem, ob die Gefahren durch die Nutzung mobiler Geräte das größte Problem seit dem Jahr 2000 sei: Insgesamt bejahen dies 62 % in den drei Ländern, wobei Großbritannien hier mit 78 % deutlich vor Frankreich (56 %) und Deutschland (51 %) liegt. Wesentlich einiger ist man sich der Umfrage zufolge im Zuspruch zu mobilen Geräten, trotz der Gefahren, die dadurch – egal, ob vom Unternehmen oder privat angeschafft – drohen: Durchschnittlich 86 % der Befragten befürworten ihren Einsatz – in Deutschland 93 %, in Großbritannien 90 % und in Frankreich 76 %.