2. Juni 2003
Einen deutlichen Rückgang der Schäden durch Cyber-Attacken verzeichnet die diesjährige CSI/FBI Computer Crime and Security Survey. Die Zahl der Angriffe blieb zwar ungefähr konstant, 251 Befragte bezifferten allerdings ihre Schäden "nur" noch mit rund 202 Mio. US-$, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 56 % darstellt – 2002 hatten 223 Teilnehmer der Studie noch über 450 Mio. US-$ Schäden angegeben. Insgesamt haben zwar drei Viertel der 530 befragten Unternehmen und Organisationen finanzielle Schäden wahrgenommen, aber nur 47 % konnten diese auch in Zahlen fassen.
Im Einzelnen war laut dem
Computer Security Institute
(CSI) der bemerkenswerteste Rückgang bei den
Betrugsfällen zu sehen, dieser Wert fiel um rund
100 Mio. US-$ auf unter 10 % der genannten
Schäden des Vorjahres, obwohl die Häufigkeit von
Betrügereien sogar anstieg. Größter Posten blieb
– in Summe ebenfalls mit einem Rückgang von rund
100 Mio. US-$– der Diebstahl schutzwürdiger
Informationen, auf Platz zwei der Schadenstatistik drängten
sich mit einer deutlichen Steigerungsrate von 250 % Denial-of-Service-Attacken, die nun für
insgesamt knapp 66 Mio. US-$ Schäden bei den
Teilnehmern an der Studie verantwortlich gemacht wurden.
Deutlich zurückgegangen ist die Zahl der Nennungen von Schäden durch Malware (Computer-Viren, -Würmer usw.) sowie – nach einem extremen Anstieg im Vorjahr – die Zahl der Eindringlinge in Systeme, die zu finanziellen Schäden führten. Bei letzteren liegt die Zahl aber dennoch über den Angaben der Jahre 1999 bis 2001, während der Anteil der Virenvorfälle beinahe auf den Wert von 1999 zurückfiel.
Die
vollständige Studie ist als
PDF-Datei (nach kurzer Registrierung) von den CSI-Webseiten
erhätlich.