12. März 2002
Die CeBIT lanciert heuer in Sachen Sicherheit keinen neuen Hype. Im Mittelpunkt dürften dieses Jahr weniger einzelne Szenarien (wie Mobile Computing) oder spezielle Technik (wie Biometrie oder PKI) stehen. Statt auf neue "Technologien" oder Anwendungsfelder blickt man nun eher auf die tatsächliche Umsetzung der bereits bekannten Maßnahmen. Das kann eigentlich nur gesund sein: Statt immer Neues, Neues, Neues zu testen und zu entwickeln, jetzt endlich Vorhandenes implementieren, an der Praxis messen, Fehler bereinigen und weiterentwickeln .
Während das für die CeBIT noch Erwartungshaltung ist,
zieht der
TeleTrusT
Deutschland für die vergangene
RSA-Sicherheitskonferenz in den USA
bereits ein gleich lautendes Fazit: "Der Hype ist vorbei,
jetzt beginnt die Arbeit." Nachdem die in früheren Jahren
vorausgesagten Marktchancen für IT-Sicherheitslösungen
auf Grundlage von Public Key Infrastrukturen (PKI), Smartcards,
Biometrie oder ähnlichen Schlüsselkonzepten (noch?) nicht
Realität geworden sind, hätten dieses Jahr dort keine
neuen Hypes, sondern Analysten den Konferenzcharakter bestimmt. Und
deren wichtigste – vielfach artikulierte – Nachricht
laute: Sicherheitstechnik müsse in die realen Anwendungen
integriert werden, dort ihren Nutzen finden und sich auch auszahlen
(oder neudeutsch: einen überschaubaren Return of Investment
liefern).