5. Februar 2001
Drei US-amerikanische Forscher haben drastische Fehler in dem
Wireless Equivalent Privacy (WEP) Algorithmus gefunden, der
Funk-LAN-Verbindungen (ISO 802.11) gegen Abhören schützen
soll. Nikita Borisov, Ian Goldberg und David Wagner von der
"Internet Security, Applications,
Authentication and Cryptography"-Gruppe (ISAAC) der
Universität
Berkeley fanden heraus, dass die Mechanismen, die WEP gegen
bestimmte bekannte Angriffe schützen sollen, in dem
Algorithmus nur unzureichend vorgesehen wurden. Nach ihren
Erkenntnissen ist es möglich:
Obwohl für aktive Angriffe Manipulationen an WLAN-Firmware notwendig wären, halten die Forscher diese durch Reverse Engineering für möglich. Das bloße Abfangen verschlüsselter Pakete gelang den Amerikanern bereits nach ein paar Treiber-Modifikationen mit handelsüblichen WLAN-Komponenten.
Die Analytiker empfehlen dringend, sich bis auf weiteres nicht
auf die Sicherheit durch WEP zu verlassen. Von dem Protokollproblem
seien alle ihnen bekannten WLAN-Komponenten betroffen. Eine
ausführliche Beschreibung der
Angriffe ist auf den Internet-Seiten der ISAAC zu finden.